SEIT 2004 IM BETRIEB – ÖSTERREICH AUSGESCHLOSSEN

Punkt 2.2 der AGB

Der Betreiber listet Österreich namentlich unter den Ländern, aus denen der Dienst nicht genutzt werden darf. Erreichbar ist die Seite trotzdem

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Palace of Chance: erreichbar, aber vertraglich ausgeschlossen

Palace of Chance ist kein totes Projekt. Die Plattform läuft, zeigt aktuelle Jackpotstände, führt eine Gewinnerliste mit dem heutigen Datum und nimmt Einzahlungen entgegen. Wer aus Österreich aufruft, bekommt die vollständige Startseite zu sehen – ein Test über eine Wiener Mobilfunkleitung am 11. September 2026 lieferte die normale Lobby, nicht die Sperrseite.

Genau das ist das Problem. In den eigenen Geschäftsbedingungen des Betreibers steht unter Punkt 2.2 eine Länderliste, und Österreich steht darauf. Wörtlich: Der Dienst darf nicht genutzt werden von Personen, die in einem der genannten Länder ansässig sind oder von dort zugreifen. Die technische Tür steht offen, der Vertrag verbietet den Eintritt.

Diese Seite erklärt, was daraus folgt. Sie führt die Vertragsklauseln im Wortlaut zusammen, nennt den Betreiber samt Registernummer und Lizenz, rechnet die Bonus- und Auszahlungsregeln durch und zeigt, warum die österreichischen Suchergebnisse zu diesem Markennamen ein verzerrtes Bild geben.

Titel aus dem laufenden Spielangebot

Zum Spielangebot

Die Kacheln zeigen Automaten, die am 11. September 2026 auf der Startseite unter «Trending Games» und in der Jackpotliste standen. Sämtliche Spiele stammen von RealTime Gaming; eine Auswahl anderer Hersteller gibt es auf dieser Plattform nicht.

Der Widerspruch zwischen Zugang und Vertrag

Zwei Beobachtungen stehen nebeneinander, und beide sind nachprüfbar. Erstens: Die Adresse liefert aus Österreich die vollständige Plattform aus. Zweitens: Dieselbe Plattform schließt österreichische Nutzer in ihren Geschäftsbedingungen namentlich aus. Beides gleichzeitig ist kein Versehen, sondern in dieser Branche ein verbreitetes Muster.

Herkunft des AufrufsErgebnis am 11. September 2026
Österreich (Wien, Mobilfunk)vollständige Startseite, Lobby, Jackpotanzeige
Vereinigte Staatenvollständige Startseite
Kanadavollständige Startseite
DeutschlandWeiterleitung auf eine Hinweisseite «Not Available»
NiederlandeWeiterleitung auf eine Hinweisseite «Not Available»
GroßbritannienWeiterleitung auf eine Hinweisseite «Not Available»

Die Sperre greift also selektiv und lückenhaft. Deutschland, die Niederlande und Großbritannien werden technisch abgewiesen, Österreich nicht – obwohl alle vier auf derselben Verbotsliste stehen. Wer den Zugang als Erlaubnis deutet, zieht den falschen Schluss: Maßgeblich ist der Vertrag, den man mit der Registrierung akzeptiert, nicht die Erreichbarkeit der Adresse.

Praktisch bedeutet ein solcher Vertragsverstoß nicht, dass sofort etwas passiert. Er wird in aller Regel erst dann relevant, wenn eine Auszahlung ansteht und die Identitätsprüfung eine österreichische Adresse zutage fördert. Zu diesem Zeitpunkt ist das Geld bereits eingezahlt.

Was in den Geschäftsbedingungen wirklich steht

Der einschlägige Abschnitt trägt die Überschrift «Country Restrictions» und steht direkt nach der Altersregel. Er zählt die gesperrten Länder einzeln auf und ergänzt sie um zwei Sammelklauseln.

  • Namentlich genannt – Australien, Österreich, Frankreich samt Überseegebieten, Deutschland, Niederlande samt Überseegebieten, Spanien, Union der Komoren, Vereinigtes Königreich
  • Sammelklausel 1 – sämtliche von der FATF auf der schwarzen Liste geführten Staaten
  • Sammelklausel 2 – jede weitere Jurisdiktion, die von der Aufsichtsbehörde in Anjouan untersagt wird
  • Formulierung – der Dienst darf weder von Ansässigen dieser Länder noch bei Zugriff von dort genutzt werden
  • Verantwortung – die Prüfung der Rechtmäßigkeit liegt laut Vertrag ausdrücklich beim Nutzer
  • Mindestalter – 21 Jahre – deutlich über der österreichischen Volljährigkeit

Das Mindestalter von 21 Jahren verdient eigene Aufmerksamkeit, weil es sich von nahezu allen europäisch ausgerichteten Plattformen unterscheidet. Es folgt der Praxis des US-Marktes, auf den diese Plattform erkennbar zugeschnitten ist: Dollarkonten, US-typische Spielauswahl, Hinweise auf Steuerbehörden im Hilfebereich.

Wer sich trotz der Länderliste registriert, hat kein rechtssicheres Verhältnis zum Anbieter. Der Vertrag, auf den man sich im Streitfall berufen müsste, schließt einen selbst aus. Die Rechtsdurchsetzung gegen eine Gesellschaft auf den Komoren käme ohnehin hinzu.

Wer hinter der Plattform steht

Anders als viele Wettbewerber nennt dieser Betreiber seine Daten vollständig. Die Angaben stehen im Kopf der Geschäftsbedingungen und sind ungewöhnlich konkret – ein Punkt, der zugunsten der Plattform spricht, unabhängig von der Bewertung der Lizenz selbst.

  • Betreibergesellschaft – Primrose Media Limited
  • Rechtsform und Sitz – Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Insel Anjouan, Union der Komoren
  • Registernummer – 15804
  • Eingetragene Anschrift – Hamchako, Mutsamudu, Autonome Insel Anjouan
  • Lizenz – erteilt im Staat Anjouan nach dem Computer Gaming Licensing Act 007 aus dem Jahr 2005
  • Betrieb seit – 2004 nach eigener Angabe auf der Startseite
  • Software – RealTime Gaming, Zufallsgenerator zertifiziert durch Technical Systems Testing

Die Kombination aus Betriebsbeginn 2004 und einer Gesellschaft, die auf Anjouan registriert ist, deutet auf eine spätere Verlagerung hin – der Lizenzstandort Anjouan hat sich erst in den letzten Jahren als Nachfolger älterer Offshore-Standorte etabliert. Für die Bewertung ist der ältere Betriebsbeginn dennoch relevant: Eine Plattform, die zwei Jahrzehnte durchgehend läuft, hat eine andere Historie als eine Neugründung.

Die Zertifizierung durch Technical Systems Testing betrifft den Zufallsgenerator der Spiele, nicht die Geschäftspraxis des Betreibers. Sie sagt aus, dass die Spielergebnisse zufällig sind – nicht, dass Auszahlungen zügig erfolgen oder Beschwerden bearbeitet werden.

Das Spielangebot: vier Räume, ein Hersteller

Der Katalog ist nach eigener Beschreibung in vier Bereiche gegliedert und umfasst annähernd 150 Spiele. Das ist nach heutigen Maßstäben klein – gängige internationale Plattformen führen Tausende Titel von Dutzenden Herstellern. Der Grund ist die Beschränkung auf einen einzigen Softwarelieferanten.

BereichInhaltUmfang
Online SlotsAutomaten mit festen und progressiven Jackpotsüber 100 Titel
Table GamesBlackjack, Baccarat, Casino War, Vegas Three Card Rummy, Let 'Em Ride, Pai Gow Poker, Pontoon, Red Dog, Tri Card Pokervollständiger Tischbereich
Video Pokersämtliche gängigen Varianteneigener Raum
Specialty GamesAmerikanisches und Europäisches Roulette, Multiplayer-Roulette, Craps, Keno, Sic Bo, Bonus Bingoeigener Raum

Was fehlt, ist ebenso aufschlussreich wie das Vorhandene: Es gibt keinen Live-Casino-Bereich mit echten Dealern im heute üblichen Sinn, keine Spielshows und keine Titel der großen europäischen Studios. Wer Pragmatic Play, Evolution oder Novomatic erwartet, findet sie hier nicht.

  • Sämtliche Spiele stammen von RealTime Gaming, einem im US-Markt etablierten Hersteller.
  • Progressive Jackpots laufen quer über mehrere Automaten und werden auf der Startseite live angezeigt.
  • Es existiert ein herunterladbares Casino-Programm sowie eine Sofortspielvariante im Browser.
  • Das Download-Programm läuft nach eigener Angabe nicht auf macOS – dort bleibt nur die Browserversion.
  • Sämtliche Einsätze und Auszahlungen laufen in US-Dollar; zusätzlich werden Kryptowährungen akzeptiert.

Die reine Dollarabrechnung ist für Leser in Österreich ein praktischer Kostenfaktor: Bei jeder Ein- und Auszahlung entsteht eine Währungsumrechnung, deren Kurs die Zahlungsdienstleister festlegen. Der Aufschlag erscheint nirgends als Gebühr, wirkt aber wie eine.

Bonusregeln: die Teilung in 40-fach und 60-fach

Die Umsatzbedingungen sind zweigeteilt, und diese Teilung ist strenger als bei den meisten europäisch ausgerichteten Plattformen. Statt eines einheitlichen Faktors mit unterschiedlicher Gewichtung gilt hier je nach Spielart ein anderer Faktor.

SpielgruppeUmsatzfaktorNötiges Volumen bei 100 $ Bonus
Automaten, Keno, Bingo, Brettspiele, Plinko, Rubbelkarten40-fach4.000 $
Tischspiele und Video Poker60-fach6.000 $
Baccarat, Craps, Crash, Pai Gow, Pontoon 21, Roulette, Sic Bo, War, Live-Dealer, progressive Titelmit Bonus nicht erlaubtentfällt

Die dritte Zeile ist der entscheidende Punkt. Es handelt sich nicht um eine reduzierte Anrechnung, sondern um ein Verbot: Diese Spiele dürfen mit Bonusguthaben überhaupt nicht gespielt werden, sofern das Angebot es nicht ausdrücklich erlaubt. Ein Verstoß führt regelmäßig zum Verfall von Bonus und Gewinnen.

Der Appreciation Chip

Das auffälligste Dauerangebot ist ein monatlicher Gratischip im Wert von bis zu 700 Dollar, abrufbar mit einem festen Codewort. Die Höhe richtet sich nach der VIP-Stufe, die Auszahlung aus dem Chip ist auf das Doppelte seines Werts begrenzt, und zwischen zwei Chips muss eine echte Einzahlung liegen. Der Betreiber gibt an, im Vormonat Gratischips im Gesamtwert von über einer Million Dollar ausgegeben zu haben.

  • Voraussetzung ist mindestens eine Einzahlung pro Monat.
  • Die Höhe wird per E-Mail mitgeteilt und hängt von der Spielerklasse ab.
  • Es gibt höchstens einen Chip pro Monat, unabhängig von der Zahl der Einzahlungen.
  • Für die Auszahlung gelten dieselben 40-fach- beziehungsweise 60-fach-Regeln.
  • Weekly Insurance: jeden Montag bis zu 45 Prozent Rückvergütung auf Nettoverluste, Voraussetzung sind 30 Dollar Einzahlung in der Woche.

Comp Points und der VIP-Aufstieg

Das Treuesystem arbeitet mit Punkten, deren Umrechnungskurs offen ausgewiesen ist: 100 Punkte entsprechen einem Dollar. Die Grenzen sind eng gesetzt, was den Wert des Systems für Gelegenheitsspieler deutlich begrenzt.

  • Umrechnung – 100 Comp Points = 1,00 US-Dollar
  • Mindestumtausch – 1.000 Punkte, also 10 Dollar
  • Höchstumtausch – 20.000 Punkte, eine Anfrage pro Tag
  • Auszahlungsgrenze – einfacher Betrag, Mindestbetrag 100 Dollar
  • Verfall – zwölf Monate nach Erwerb
  • Ausschluss – Punkte aus Spiel mit einem Bonus ohne Einzahlung können verfallen

Der VIP-Bereich ist als klassische Stufenleiter gebaut. Die oberen Stufen versprechen einen Einzahlungsbonus von bis zu 325 Prozent, einen Kryptobonus von bis zu 400 Prozent, monatlichen Cashback von 25 bis 35 Prozent, Geburtstagsboni von 1.000 bis 3.000 Dollar sowie höhere Tischlimits von bis zu 10.000 Dollar pro Einsatz.

Die Aufstiegsbedingung ist offen ausgeschrieben und macht die Zielgruppe deutlich: mindestens 5.000 Dollar Einzahlungen innerhalb von 90 beziehungsweise 365 Tagen, je nach Stufe. Zusätzlich lässt sich ein Sofortaufstieg für 5.000 Dollar kaufen. Das ist kein Programm für Kleinbeträge.

Ein gekaufter Statusaufstieg ändert nichts an den Auszahlungsgrenzen der darunterliegenden Regeln. Wer 5.000 Dollar für eine Stufe ausgibt, erhöht damit vor allem die Bonusprozente – nicht die Geschwindigkeit, mit der eine Auszahlung geprüft wird.

Auszahlungen: Fristen, Deckel und die Zehnfach-Regel

Der Auszahlungsteil der Geschäftsbedingungen ist detailliert und enthält mehrere übereinanderliegende Grenzen. Sie greifen gleichzeitig, was in der Praxis bedeutet: Maßgeblich ist immer die jeweils niedrigste.

RegelWert
Prüfdauer eines Auszahlungswunsches7 bis 10 Werktage ab Antrag
Genehmigter Betrag pro Abrechnungszeitraummaximal 2.500 $
Wöchentliche Grenze, Einstieg2.500 $, steigt mit dem VIP-Status
Monatliche Obergrenze, Normalfall10.000 $
Monatliche Obergrenze bei Guthaben ab dem Zehnfachen der Einzahlungen5.000 $
Offene Auszahlungsanträge gleichzeitigmaximal das Vierfache der Wochengrenze
Auszahlung nach Genehmigung7 bis 10 Werktage

Rechnet man das durch, ergibt sich ein unbequemes Bild für größere Gewinne. Ein Treffer von 20.000 Dollar wird bei normaler Stufe über mindestens zwei Monate ausgezahlt, in Wochenraten von 2.500 Dollar. Kommt die Zehnfach-Regel hinzu, verdoppelt sich dieser Zeitraum noch einmal.

Hinzu kommt eine Klausel, die dem Betreiber erlaubt, eine Auszahlung auf das Spielkonto zurückzubuchen, wenn es die Compliance-Prüfung verlangt. Zurückgebuchtes Guthaben steht wieder zum Spielen zur Verfügung – mit dem bekannten Risiko, dass es dann nicht mehr ausgezahlt wird, weil es verspielt wurde.

  • Auszahlungen auf Kreditkarten sind ausgeschlossen; die Rückzahlung erfolgt über einen anderen Weg.
  • Eine abgeschlossene Identitätsprüfung ist Voraussetzung, einschließlich Vorder- und Rückseite genutzter Karten.
  • Der Betreiber kann alternative Bankverbindungen verlangen, wenn ein Institut die Prüfkriterien nicht erfüllt.
  • Große Beträge werden auf mehrere Zahlungen aufgeteilt, jede mit eigener Genehmigungsfrist.

Warum die Suchergebnisse hier in die Irre führen

Eine Suche nach dem Markennamen aus Österreich liefert etwas Bemerkenswertes: Auf den ersten zwanzig Positionen steht die Plattform selbst kein einziges Mal. Stattdessen dominieren Portale, die Bonuscodes verkaufen, dazu eine Reihe automatisch erzeugter Seiten.

Art des ErgebnissesBeispiele aus den ersten 20 PlätzenWas dort verkauft wird
Bonuscode-Sammlervier verschiedene Portale auf den Plätzen 1, 3, 4, 5Weiterleitungen mit Partnerkennung
Bewertungsportaleein Portal auf Platz 2Nutzerbewertungen ohne Prüfung der Länderregeln
Automatisch erzeugte Seitenfünf Einträge auf einem Cloud-SpeicherdienstWeiterleitungen
Nachgebaute Markendomainsmindestens sechs Adressen mit dem Markennamenfremde Partnerlinks

Kein einziges dieser Ergebnisse weist darauf hin, dass der Anbieter österreichische Nutzer vertraglich ausschließt. Das ist kein Zufall: Ein Hinweis auf die Länderliste würde genau jene Leser abhalten, deren Klick vergütet wird. Die Portale verdienen an der Weiterleitung, nicht an der Registrierung eines Kontos, das später wegen der Herkunft geschlossen wird.

Nachgebaute Markendomains erkennt man an Zusätzen wie angehängten Ziffern, vorangestellten Wörtern oder ungewöhnlichen Endungen. Die echte Adresse des Betreibers ist diejenige, die in den Geschäftsbedingungen selbst als Website bezeichnet wird.

Was das für Leser in Österreich bedeutet

Die Lage lässt sich knapp zusammenfassen: Der Anbieter will keine österreichischen Kunden, sperrt sie technisch aber nicht aus. Wer sich dennoch registriert, tut das gegen den ausdrücklichen Wortlaut des Vertrags, den er dabei akzeptiert.

  1. Die Länderliste in Abschnitt 2.2 der Geschäftsbedingungen vor jeder Registrierung selbst nachlesen.
  2. Beachten, dass das Mindestalter hier 21 Jahre beträgt, nicht 18.
  3. Einkalkulieren, dass sämtliche Beträge in US-Dollar geführt werden und jede Bewegung eine Umrechnung auslöst.
  4. Berücksichtigen, dass die Identitätsprüfung eine Wohnanschrift verlangt – spätestens dort wird die Herkunft sichtbar.
  5. Sich klarmachen, dass es für diesen Anbieter keine österreichische Beschwerdestelle gibt.
  6. Bei einem größeren Gewinn mit einer Auszahlung über mehrere Wochen rechnen.

Der praktisch wichtigste Punkt ist der vierte. Solange nur eingezahlt und gespielt wird, fällt die Herkunft in der Regel nicht auf. Sie fällt auf, wenn Geld das Konto verlassen soll – und dann steht der Vertragstext dem Anspruch entgegen, nicht zugunsten des Spielers.

Anjouan, Österreich und der fehlende Mittelweg

Eine Lizenz aus dem Staat Anjouan ist eine Gewerbeerlaubnis eines Inselstaats im Indischen Ozean. Sie erlaubt dem Betreiber den Geschäftsbetrieb nach dortigem Recht. Sie enthält keine Regeln, die einem europäischen Spielerschutzstandard entsprächen, und sie begründet keine Zuständigkeit einer europäischen Behörde.

Österreich wiederum kennt für Online-Glücksspiel nur eine einzige Bundeskonzession. Zwischen diesen beiden Polen gibt es nichts: keine gegenseitige Anerkennung, kein Verfahren, in dem eine Anjouan-Lizenz in Österreich Wirkung entfalten könnte, und keine gemeinsame Aufsicht, die beide Seiten bindet.

Konkret heißt das

  • Für Beschwerden existiert keine österreichische Stelle, die zuständig wäre.
  • Eine Selbstsperre nach österreichischem System erreicht diesen Anbieter nicht.
  • Die Durchsetzung eines Anspruchs müsste sich gegen eine Gesellschaft auf den Komoren richten.
  • Die im Vertrag genannte Aufsichtsbehörde in Anjouan ist der einzige vorgesehene Beschwerdeweg.
  • Der Anbieter selbst nennt Österreich als verbotenes Gebiet – ein Anspruch aus einem Vertrag, den man unter Verstoß gegen dessen eigene Voraussetzungen geschlossen hat, ist von vornherein schwach.

Das unterscheidet diesen Fall von einem Anbieter, der Österreich schlicht nicht erwähnt. Hier liegt kein Graubereich vor, sondern eine ausdrückliche Ausschlussklausel. Wer sie kennt und trotzdem einzahlt, kann sich später nicht auf Unkenntnis berufen.

Verantwortungsvolles Spielen und Beratung

Die Plattform nennt im Hilfebereich Grundsätze zum verantwortungsvollen Spiel und verweist auf die Möglichkeit, das Konto sperren zu lassen. Für eine Plattform dieses Alters und dieser Lizenzierung ist das ein Minimum, kein umfassendes Schutzsystem: Verpflichtende Einzahlungslimits, Realitätsprüfungen oder automatische Auffälligkeitserkennung, wie sie in lizenzierten EU-Märkten vorgeschrieben sind, gehören nicht dazu.

In Österreich steht unabhängig vom Anbieter ein kostenloses Beratungsnetz zur Verfügung, anonym und in jedem Bundesland erreichbar. Es hilft auch dann, wenn das Spiel bei einem Anbieter ohne heimische Konzession stattgefunden hat. Die Unterstützung hängt nicht davon ab, wo gespielt wurde oder ob der Anbieter die Herkunft des Spielers erlaubt hat.

  1. Eine Obergrenze für den Monat bestimmen, bevor das erste Geld den Weg auf das Spielkonto findet.
  2. Keine Verluste durch zusätzliche Einzahlungen am selben Tag ausgleichen wollen.
  3. Bei Angeboten mit hohen Prozentzahlen zuerst die Umsatzbedingungen lesen, dann entscheiden.
  4. Eine feste Spielzeit setzen und mit einem Wecker einhalten.
  5. Gewinne abziehen, statt sie als Spielkapital weiterlaufen zu lassen.
  6. Bei Kontrollverlust die Kontosperre beantragen und Beratung suchen, bevor der Schaden wächst.

Häufige Fragen zu Palace of Chance

Ja. Die Plattform läuft, zeigt am 11. September 2026 aktuelle Jackpotstände und eine Gewinnerliste mit dem Datum desselben Tages. Über eine österreichische Leitung wird die vollständige Startseite ausgeliefert. Der Eindruck, das Projekt sei eingestellt, entsteht nur, weil aus Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien eine Hinweisseite mit dem Titel «Not Available» erscheint.
Nein. Abschnitt 2.2 der Geschäftsbedingungen nennt Österreich namentlich unter den Ländern, aus denen der Dienst weder von Ansässigen noch beim Zugriff von dort genutzt werden darf. Dass die Seite technisch lädt, ändert daran nichts – maßgeblich ist der Vertrag, den man bei der Registrierung akzeptiert.
Die technische Sperre ist offenbar nur für einen Teil der genannten Länder eingerichtet. Deutschland, die Niederlande und Großbritannien werden weitergeleitet, Österreich nicht. Es handelt sich um eine Lücke in der Umsetzung, nicht um eine Ausnahme von der Vertragsklausel.
Primrose Media Limited, eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz auf der Insel Anjouan in der Union der Komoren, Registernummer 15804, Anschrift Hamchako, Mutsamudu. Die Lizenz wurde im Staat Anjouan nach dem Computer Gaming Licensing Act 007 aus dem Jahr 2005 erteilt.
Annähernd 150 Titel, ausschließlich von RealTime Gaming, aufgeteilt auf Automaten mit über 100 Titeln, Tischspiele, Video Poker und Spezialspiele wie Roulette, Craps, Keno, Sic Bo und Bingo. Ein Live-Casino mit echten Dealern im heute üblichen Format gehört nicht dazu.
Sie sind zweigeteilt: 40-fach für Automaten, Keno, Bingo, Brettspiele, Plinko und Rubbelkarten, 60-fach für Tischspiele und Video Poker. Baccarat, Craps, Crash-Spiele, Pai Gow, Pontoon 21, Roulette, Sic Bo, War, Live-Dealer-Titel und progressive Spiele dürfen mit Bonusguthaben gar nicht gespielt werden.
Ein monatlicher Gratischip im Wert von bis zu 700 Dollar, abrufbar mit einem festen Codewort. Voraussetzung ist mindestens eine Einzahlung im Monat, die Höhe richtet sich nach der Spielerklasse, und die Auszahlung aus dem Chip ist auf das Doppelte seines Werts begrenzt. Es gibt höchstens einen Chip pro Monat.
Der Antrag wird binnen 7 bis 10 Werktagen geprüft, die Zahlung erfolgt weitere 7 bis 10 Werktage nach der Genehmigung. Pro Abrechnungszeitraum werden höchstens 2.500 Dollar genehmigt, die Wochengrenze beginnt ebenfalls bei 2.500 Dollar. Größere Gewinne werden entsprechend über mehrere Wochen ausgezahlt.
Erreicht das Kontoguthaben mindestens das Zehnfache der Summe aller Einzahlungen, sinkt die monatliche Auszahlungsobergrenze von 10.000 auf 5.000 Dollar. Die Regel trifft also genau jene Spieler, die überdurchschnittlich gewonnen haben.
Ausschließlich in US-Dollar; zusätzlich werden Kryptowährungen für Ein- und Auszahlungen akzeptiert. Für Leser in Österreich entsteht dadurch bei jeder Bewegung eine Währungsumrechnung, deren Kurs der jeweilige Zahlungsdienstleister bestimmt.